Die Peugeot Sv 125

Die Peugeot SV

Eine Lizenznachbau der Honda Lead NH von 1982. Gebaut von Peugeot (SV) und Herkules (SR) in 50/80/100 und 125ccm von 1983- 1986

Klassische Scooterform der 80´er ohne viel Schnick Schnack. Leider mit Rohrrahmen Konstruktion und Plastikverkleidung. Und extrem Schrauberunfreundlich, wer eine hat, weis was ich meine.

Wie ich dazu kam: Schwiegervater, Schrottplatz, 80€, Frontschaden, Reparatur, verliebt, TÜV, Spassfahrzeug und ewige Baustelle.

Teile sind so gut wie keine mehr zu beschaffen, war nie ein Tuner Objekt der Begierde, keine Aftermarket Parts die verfügbar wären. Die meisten sterben an Zylinderschäden. Beispiel: Ersatzzylinder Nikasilbeschichtet 450€, ergo Totalschaden. Kolben:80€ von Bakalit. Hi und da passt was aus dem NH Hondakatalog oder von einer Speedflight 1.

125ccm, 10PS, 90km/h alles zerfällt und es gibt keine Teile. Traumhafte Voraussetzungen für eine große Liebe. Ja,ja, wo sie halt hinfällt. Es gab eine kleine Community, ein Forum, und viele Tips. Aufgrund von Zeitmangel des French-scooter Admin starb das Peugeot-Sv.de Forum Ende 2021. Jetzt kämpft jeder für sich…oder ich rette es unter 6two.de mal schauen…

Sv 125 vom Schrott mit repariertem Frontschaden
Sv 125
Sv 125 vom Schrott mit repariertem Frontschaden

Nach einem Zwangsbesuch (Frau!) im Möbelhaus, wo ich erstmalig mit Möbeln im Aviation-Design konfrontiert wurde, war schnell klar, das die unschöne Verkleidung meiner SV, einen Aerospace Look bekommen soll. Also wieder in Möbelhaus und ein paar Designvorlagen abfotografieren.

In Folge kam eine längere Suche und Bemusterung von Möglichkeiten die Plastik Verkleidung durch Alu zu ersetzen. Als für mich praktikabelste Lösung, nach vielen Tests, stellte sich ein 0,1mm starkes Vollaluminium Formierband mit Acylatkleber an der Rückseite heraus. dies lies sich als einziges um Kurven und Biegungen mit einem Holzspachtel ausreiben ohne zu reißen oder zu fest zu sein.

Dazu wurden mehrere hundert 2x3mm Schäubchen(als Nietenersatz) mit einem speziell dafür umgebauten Lötkolben in die Kunstoffverkleidung geschraubt und von hinten mit ein beherzten Hammerschlägen gestaucht. Zu guter letzt mit 000 Stahlwolle ein etwas matteres Finish und mit Außenholzlasur eine „verölte“ Patina an einigen Stellen erzeugt. Fertig!

Das Ergebnis: ca. 100 Stunden Arbeit und eine Optik, die nicht gewöhnlich ist.

Führt immer wieder für zu interessanten Nachfragen, netten Gesprächen oder neugierigen Blicken. Von „Terminator“ bis „Junkers Ju“, jeder sieht etwas anderes darin.

Projektstatus: fertig. Das Gesicht des Tüvprüfers: unbezahlbar